Oktober 14, 2026

Aus­stel­lung: NO MORE STOLEN SISTERS — gegen Gewalt an indi­ge­nen Frau­en 

Ein­la­dung zur Aus­stel­lung:
NO MORE STOLEN SISTERS -
gegen Gewalt an indi­ge­nen Frau­en

Wann?

Eröff­nung: Don­ners­tag, 22.10.26 um 19.00 Uhr

Dau­er: 22.10. — 31.10.2026

Öff­nungs­zei­ten: Do — Sa ab 18.00 Uhr

Vor­trag:

Frei­tag, 30. Okto­ber 2026 um 20.00 Uhr

Wo?

im SPITZER, die Bar zum Ode­on Thea­ter,
Tabor­stra­ße 10, 1020 Wien

Frei­er Ein­tritt für Aus­stel­lung und Vor­trag! Frei­wil­li­ge Spen­den wer­den ger­ne ange­nom­men.


„Wäre sie kei­ne Cree gewe­sen, wäre sie heu­te noch am Leben“, erklär­te der Rich­ter im Ver­fah­ren gegen die Mör­der von Helen Bet­ty Osbor­ne, die sich erst 16 Jah­re nach der Tat für die Ermor­dung der 19-jäh­ri­gen Indi­ge­nen der Jus­tiz im kana­di­schen Mani­to­ba stel­len muss­ten.

Femi­zi­de an indi­ge­nen Frau­en haben in jüngs­ter Zeit auch bei uns Auf­merk­sam­keit erfah­ren, doch in den USA und Kana­da blei­ben die meis­ten Opfer von Femi­zi­den in der öffent­li­chen Wahr­neh­mung weit­ge­hend unsicht­bar – denn es sind indi­ge­ne Frau­en, die bru­tal ermor­de­tet wer­den. Im Juni 2019 bezeich­ne­te eine kana­di­sche Unter­su­chungs­kom­mis­si­on die Gewalt an indi­ge­nen Frau­en als „Völ­ker­mord“, denn sie sind gezielt Opfer der sys­te­mi­schen Dis­kri­mi­nie­rung, deren Wur­zeln im anhal­ten­den Kolo­nia­lis­mus begrün­det sind. Auch Behör­den, Poli­zei und Jus­tiz­sys­tem tra­gen hier­für direk­te Ver­ant­wor­tung. Doch weder die Öffent­lich­keit noch die Regie­run­gen Kana­das oder der USA unter­neh­men die not­wen­di­gen Schrit­te, um die Gewalt zu unter­bin­den und vor allem die sys­te­mi­schen Ursa­chen zu besei­ti­gen.

Auch ein Jahr nach Ver­öf­fent­li­chung des Unter­su­chungs­be­richts „Reclai­ming Power and Places“ erfah­ren indi­ge­ne Frau­en weder Schutz noch Gerech­tig­keit. Nur durch die öffent­li­che Auf­merk­sam­keit kön­nen die Zustän­di­gen in Regie­rung und Behör­den zum Han­deln bewegt – und die Ver­ant­wort­li­chen zur Rechen­schaft gezo­gen wer­den. Dazu will die Aus­stel­lung bei­tra­gen.

Moni­ka Seil­ler, Akti­ons­grup­pe India­ner & Men­schen­rech­te e.V. (AGIM — Mün­chen)


Orga­ni­siert vom Arbeits­kreis India­ner Nord­ame­ri­kas (AKIN — Wien)



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