November 29, 2017

Weih­nachts­spen­den­auf­ruf 2017: Unter­stüt­zen Sie das letz­te Wider­standscamp gegen die Dako­ta Access Pipe­line

Genau vor einem Jahr war die Wider­stands­be­we­gung gegen die Dako­ta Access Pipe­line auf dem Höhe­punkt. In meh­re­ren Camps auf dem Gebiet der Stan­ding Rock-Reser­va­ti­on hat­ten sich tau­sen­de indi­ge­ne und nicht indi­ge­ne Unter­stüt­zer ein­ge­fun­den, um gemein­sam eine fried­li­che Front gegen den Bau der Dako­ta Access Pipe­line („DAPL“) zu bil­den. Sie nann­ten sich selbst „Water Pro­tec­tors“ — „Was­ser­be­schüt­zer“, denn die Pipe­line bedroht im Fal­le eines Lecks das Trink­was­ser der Stan­ding Rock Reser­va­ti­on.

Im Febru­ar die­ses Jah­res wur­de das letz­te Camp von einem mas­si­ven Auf­ge­bot an Mili­tär und Söld­nern mit Pan­zer­fahr­zeu­gen und ange­leg­ten Geweh­ren geräumt.

Wak­pa Was­te — das letz­te Wider­standscamp gegen die Dako­ta Access Pipe­line („DAPL“)

Harold Fra­zier — Vor­sit­zen­der des Che­yenne River Reser­vats — lud die ver­blie­be­nen „Water Pro­tec­tors“ (Was­ser­be­schüt­zer) ein, auf das Gebiet des Reser­vats zu über­sie­deln.

Das Camp wur­de „Wak­pa Was­te“ genannt — „Guter Fluss“ in der Spra­che der Lako­ta. Die­ses letz­te akti­ve Wider­stands­la­ger in Eagle But­te besteht noch immer und wird von den Akti­vis­tin­nen Jose­phi­ne Thun­ders­hield und Joye Brown gelei­tet.

Die Camp­be­woh­ne­rin­nen und Camp­be­woh­ner leis­ten Arbei­ten im öffent­li­chen Bereich, zum Bei­spiel hel­fen sie aktiv mit bei der Sanie­rung von loka­len Infra­struk­tu­ren, bei kul­tu­rel­len Ver­an­stal­tun­gen und sozia­len Pro­jek­ten des Stam­mes zur Prä­ven­ti­on und Bewäl­ti­gung bestehen­der Pro­ble­me, wie Alko­ho­lis­mus, Dro­gen­sucht und häus­li­cher Gewalt.

Par­al­lel dazu wer­den immer wie­der Pro­test­ak­tio­nen orga­ni­siert und durch­ge­führt, wie gegen Uran­berg­bau und Öl- und Gas­ge­win­nung in den Black Hills — jene „Schwar­zen Ber­ge“, die für die Lako­ta gro­ße spi­ri­tu­el­le Bedeu­tung haben. Dazu kom­men Pro­test­ak­tio­nen gegen den Bau der Key­stone XL Pipe­line und auch nach wie vor Aktio­nen gegen den Betrieb der Dako­ta Access Pipe­line.

Die­se Pro­jek­te stel­len eine poten­ti­el­le Gefähr­dung des Trink­was­sers, des Bodens und der Umwelt auf den tra­di­tio­nel­len Gebie­ten und Reser­va­tio­nen der Lako­ta dar und wer­den ohne ent­spre­chen­de Zustim­mung der betrof­fe­nen indi­ge­nen Natio­nen in Angriff genom­men bzw. durch­ge­führt.

Erst kürz­lich — am 17. Novem­ber 2017 — sind aus einem Leck der Key­stone XL Pipe­line öst­lich des Che­yenne River Sioux Reser­vats 210.000 Gal­lo­nen an Roh­öl (über 900.000 Liter) aus­ge­tre­ten. Und dabei wur­de gera­de die­se Pipe­line vom betrei­ben­den Unter­neh­men Tran­sCa­na­da als eine der sichers­ten Pipe­lines der Welt bezeich­net.

Wak­pa Was­te bit­tet um unse­re Unter­stüt­zung

Anfang August wur­de das Camp Wak­pa Was­te von Georg Berg­tha­ler — Mit­glied des Ver­eins „Arbeits­kreis India­ner Nord­ame­ri­kas“ (AKIN) — im Rah­men sei­nes For­schungs­pro­jekts zum The­ma „Gegen­wär­ti­ge Lebens­rea­li­tä­ten und india­ni­sche Iden­ti­tät auf Lako­ta Reser­va­ten“ besucht. Dabei ent­stan­den ein­drück­li­che Film­auf­nah­men und Inter­views, wel­che den bemer­kens­wer­ten Ein­satz der bei­den Camp-Lei­te­rin­nen und ihres Teams doku­men­tie­ren.

Momen­tan wächst die Zahl der ein­tref­fen­den „Water Pro­tec­tors“ im Camp ste­tig an. Um es sicher durch den Win­ter zu schaf­fen, bit­ten Joye Brown und Jose­phi­ne Thun­ders­hield — die Lei­te­rin­nen des Camps — um Sach- oder Geld­spen­den.

Es gibt fol­gen­de drei Spen­de-Mög­lich­keit:

  • Geld­spen­den über pay­pal: Bit­te direkt an unse­re Kon­takt­per­son Jose­phi­ne Thun­ders­hield;
    E‑Mail: jozkatherine@gmail.com
  • Ama­zon Wunsch­lis­te: Die aus­ge­wähl­ten und bezahl­ten Objek­te wer­den dann direkt an das Camp geschickt;
    Link zur „Ama­zon-Wish­list“: https://www.amazon.com/gp/registry/wishlist/2FEV7AB538YPY
    Bit­te fol­gen­de Adres­se ange­ben:
    PO box 316 mclaugh­lin sd 57642
    Bit­te als Tele­fon­num­mer ange­ben: +1 605 515 4792
  • Geld­spen­den auf unser Kon­to — bit­te mit Anga­be „Ver­wen­dungs­zweck“: WAKPA WASTE
    Arbeits­kreis India­ner Nord­ame­ri­kas, Bank: easy­bank, BIC: EASYATW1, IBAN: AT86 1420 0200 1093 8245 (wir über­wei­sen ein­ge­lang­te Geld­spen­den umge­hend an die Camp-Lei­te­rin wei­ter)

Kon­takt Wien:

Georg Berg­tha­ler
E‑Mail: office@arbeitskreis-indianer-at

Kon­takt Camp Wak­pa Was­te:

Jose­phi­ne Thun­ders­hield
205 2nd Ave East
P.o. box 316
Mclaugh­lin, SD 57642
Face­book: www.facebook.com/wakpawaste


Der Spen­den­auf­ruf von Jose­phi­ne Thun­ders­hield

Wak­pa Was­te is the last remai­ning camp stan­ding against DAPL. It also stands against KXL, and ura­ni­um mining in the Sacred Black Hills and oil and gas deve­lo­p­ment in our Sacred Black Hills, all of which direct­ly threa­ten the water of the Che­yenne River Sioux Tri­be whe­re the camp is loca­ted. When the camps at Stan­ding Rock were evic­ted, tho­se remai­ning cam­pers were invi­ted to Che­yenne River by the Chair­man of the tri­be Harold Fra­zier.

We have remain­ed in Eagle But­te until such time as we need to move in front of the KXL, that black sna­ke we kil­led befo­re but resur­rec­ted like a zom­bie pipe­line.

Curr­ent­ly the camp has had some set­backs in pre­pa­ring for the upco­ming win­ter and is in need of assis­tance to repair trucks that are essen­ti­al for get­ting wood, win­teri­ze tents and tipis, and obtain other neces­sa­ry items that are essen­ti­al for making it through the win­ter safe­ly. This is a won­derful oppor­tu­ni­ty for our com­mu­ni­ty here on BESJ to take action and sup­port the water pro­tec­tors that have given up so much to pro­tect the water for all of us.

Mone­ta­ry dona­ti­ons can be made via Pay­Pal to: jozkatherine@gmail.com.

An Ama­zon wish list has also been set up with spe­ci­fic items are nee­ded:
https://www.amazon.com/gp/registry/wishlist/2FEV7AB538YPY

Any items purcha­sed via Ama­zon should be ship­ped to: PO Box 484 Eagle But­te SD 57625

This camp is a working camp that also gives back to the local com­mu­ni­ty in Che­yenne River. The­re are also seve­ral home­l­ess camps near­by that they watch over and help with food and secu­ri­ty.

More cam­pers are arri­ving very soon and the win­ter wea­ther is coming quick­ly, so all dona­ti­ons are great­ly nee­ded and will be imme­dia­te­ly put to good use to repair trucks that are essen­ti­al for get­ting wood, win­teri­ze tents and tipis, and obtain other neces­sa­ry items that are essen­ti­al for making it through the win­ter safe­ly.

The cur­rent needs of the camp include tipi poles, repai­ring seve­ral trucks used for hau­ling sup­pli­es and coll­ec­ting wood, a chain saw with extra-long chains, lea­ther work­gloves, win­ter gloves, long johns, boots, and big tarps to build wind breaks. Some of the­se items are on the wish list, but others will be purcha­sed with the money that is rai­sed.

Cont­act:
Jose­phi­ne Thun­ders­hield
205 2nd Ave East
P.o. box 316
Mclaugh­lin, SD 57642


Über­set­zung der Film­tex­te:

Wak­pa Was­te ist eines der letz­ten Camps für den Wider­stand gegen die Dako­ta Access Pipe­line.

Als die Camps in Stan­ding Rock im Febru­ar 2017 geräumt wur­den, über­sie­del­ten die ver­blie­be­nen Was­ser­be­schüt­zer auf das Gebiet des Che­yenne River Sioux Tri­be-Reser­vats.

Hoka Luta Win aka Jose­phi­ne Thun­ders­hield, eine Lei­te­rin des Camps:

„Die­ses Camp war eine Ein­la­dung des Vor­sit­zen­den des Che­yenne River Sioux-Stam­mes. Es war ein Über­gangs­camp für die Was­ser­be­schüt­zer. Aber das hat sich geän­dert, wir kämp­fen jetzt gegen die Key­stone XL Pipe­line.

So wie ich das füh­le, sind wir Beschüt­zer von allem — unse­re Leu­te, unser Land — das ist es, wofür mein Herz vor allem schlägt.

Wir sind die Ers­te Nati­on, wir sind die Ein­ge­bo­re­nen, wir waren zuerst hier. Den­noch sind wir noch immer Abschaum für die Regie­rung und allen ande­ren. Nie­mand nimmt uns wahr, wir sind Ziel der Plün­de­rung, die sie unse­rer Erde antun. Wir sind Ziel der andau­ern­den Respekt­lo­sig­keit der Leu­te unse­ren Tie­ren gegen­über — unse­ren Bisons, unse­ren Adlern.

Wir haben kei­ne ande­re Erde. War­um wird damit fort­ge­fah­ren, so etwas Schö­nes zu zer­stö­ren?

Die Indi­ge­nen, die Ers­ten Natio­nen ste­hen auf. Sie alle sol­len etwas zum Leben haben und sol­len die Lie­be, die Gebe­te und all das ande­re sehen.

Natür­lich wer­den wir ange­grif­fen, denn wir haben kei­ne Angst. Ich hof­fe und bete, dass uns Leu­te fol­gen wer­den und sich uns anschlie­ßen. Ich neh­me das „fol­gen“ zurück — schließt euch uns an! Nie­mand soll mir fol­gen, ich brau­che Leu­te, die an mei­ner Sei­te ste­hen.

Wir gehen nir­gend­wo mehr hin, das ist unser Zuhau­se.“

Der Win­ter kommt schnell … Spen­den wer­den drin­gend gebraucht und wer­den sofort einer guten Ver­wen­dung zuge­führt.

Der­zeit wer­den zum Bei­spiel gebraucht: Tipi-Stan­gen, Repa­ra­tur­be­darf für die Last­wä­gen, die für die Beför­de­rung von Gütern gebraucht wer­den und für das Sam­meln von Holz, eine Ket­ten­sä­ge, leder­ne Arbeits­hand­schu­he, Hand­schu­he für den Win­ter, Win­ter­wä­sche, Win­ter­stie­fel, Pla­nen für das Bau­en von Wind­bre­chern.


Inter­view­er und Fil­me­ma­cher: Georg Berg­tha­ler

Face­book-Sei­te des Camps:
www.facebook.com/wakpawaste

Infor­ma­tio­nen zur Unter­stüt­zung:
www.arbeitskreis-indianer.at/wakpawaste



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